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Ernst's Velotouren

  
 
 
 
 
 
Fahrradtour 2008 - 2013
Zweite Etappe Südostasien - Australien
Teil 5: Zentral- und Südaustralien, April 2011
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Übersichtskarte, für Details siehe Google Earth oder Garmin-File.
Abschie
Bild: Die Kata Tjuta, oder "die Olgas" wie sie früher hiessen, sind eine der Hauptattraktionen in den Weiten des Outbacks. Der höchste dieser Felsen ragt 564 m über seine Umgebung hinaus. Zusammen mit dem Uluru bilden diese 36 Inselberge den "Uluru - Kata Tjuta - Nationalpark". "Kata Tjuta" bedeutet in der Sprache der ansässigen Aborigines "viele Köpfe". Der europäische Entdecker Ernest Giles war der erste Europäer, der diesen Ort um 1870 fand. Er benannte ihn nach der Königin Olga von Württemberg "die Olgas". 1995 wurden die Berge offiziell den Anangu Aborigines zurückgegeben und wieder in Kata Tjuta umbenannt.
Mekong-Fälle
Bild: An Kata Tjuta vorbei in Richtung Uluru.
 
Bild: Wenige Kilometer nach Kata Tjuta tauchte am Horizont der überaus wuchtige Uluru auf.
Bild: Der Uluru ("Schatten spendender Platz"), früher Ayers Rock, ist ein Inselberg aus Sandstein, der rund 3 km lang und bis zu 2 km breit ist. Sein Umfang beträgt ca. 9 km und sein höchster Punkt ragt 348 m aus der umgebenden Ebene. Gigantisch. Allerdings ist der Uluru nicht wie allgemein angenommen ein Monolith, sondern lediglich Teil einer grösstenteils unterirdischen Felsformation, zu der auch die rund 30 km entfernten Kata Tjuta gehören. Die lokalen Aborigines (die Anangu) betrachten diesem Berg, wie auch Kata Tjuta, als Heiligtum, das aus ihrer Sicht nicht bestiegen werden darf. So wird der Aufstieg zwar geduldet, jedoch nicht gern gesehen.
Bild: Ab Yulara fahre ich zwei Tage auf dem Lasserters Highway zum Erldunda Roadhouse, wo ich auf den Stuart Highway einbiegen werde. Die beiden Tage sind gezeichnet von starkem Gegenwind.
Bild: Beim Roadhouse Erldunda habe ich den Stuart Highway erreicht, der Süd- und Nordaustralien mitten durch das Outback verbindet. Bekannteste Station auf dieser Strasse ist Alice Springs. Die Ortschaft habe ich allerdings nicht gesehen, da ich in Erldunda direkt nach Süden abgebogen bin und mich auf den langen Weg nach Adelaide gemacht habe. Auch auf dieser Strecke ist bezüglich der Ortschaften alles sehr übersichtlich.
Bild: Immer wieder staune ich ab all den Papageienarten, die es im Outback gibt. Schlafe ich irgendwo im Busch, so werde ich in aller Regel bei Tagesanbruch vom wilden Gekrächze der Papageien geweckt. Sie sind sehr schön anzusehen, allerdings hapert es beim Singen gewaltig ...
Bild: Das Standart-Menu in jedem Roadhouse: "Hamburger and Chips". Meistens gibt es gar nichts anderes als Hamburger in verschiedenen Variationen. Kulinarisch gesehen ist Australien eine Wüste.
Bild: Unterwegs nach Coober Pedy, ca. 250 km durch einsames Outback.
Bild: Die einzige Abwechslung und der einzige Versorgungspunkt auf den über 250 km zwischen Marla und Coober Pedy ist das Cadney Homestead Roadhouse.
Bild: Hunderte Kilometer führt der Stuart Highway durch gleichförmige Landschaft. Auf dem Velo fährt man tagelang, ohne dass sich die Landschaft auch nur im Geringsten verändern würde.
Bild: Die ganze Landschaft um Coober Pedy ist durch die Opalminen dermassen ausgehöhlt, dass Schilder davor warnen herumzurennen oder rückwärts zu gehen. Weite Teile der Umgebung der Ortschaft sehen durch den Aushub der Minen aus wie Mondlandschaften.
Der Name Coober Pedy ist von Aboriginal-Begriff "kupa piti" abgeleitet und bedeutet bezeichnenderweise "weisser Mann im Loch". Die extremen Temperaturen im Sommer und all die Minen haben dazu geführt, dass tatsächlich die meisten Einwohner Coober Pedys in unterirdischen Wohnhöhlen wohnen.
Bild: Eine unterirdische Kirche m Zentrum von Coober Pedy.
Bild: Es steht eiine weitere Nacht im Zelt in den Weiten des Outbacks an, fern jeglicher Zivilisation.
Bild: Fasziniert betrachte ich jeden Abend im Outback den glitzernden Sternenhimmel. Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo dieser so klar schillert. Links oberhalb des Himmelssüdpols, beim Stern Sigma Octantis (oder Polaris Australis), sind im Bild sogar die Magellanschen Wolken zu erkennen, zwei Zwerggalaxien in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Milchstrasse.
Bild: Gleichförmige Landschaft (rund 300 km vor Australiens Südküste), die sich in den letzten 3000 km Rad fahren kaum verändert hat ....
Bild: Lake Hart, ein Salzsee ein paar hundert Kilometer nördlich von Port Augusta.
Bild: Der zweitletzte Fahrtag im Outback. Morgen abend werde ich bei Port Augusta die Südküste Australiens erreichen.
Bild: Kaum bin ich an der Küste angelangt, bin auch zurück in der Zivilisation. Nun werde ich auf meinem weiteren Weg nach Melbourne jeden Tag eine Ortschaft mit Supermarkt, Campingplatz und Hotel erreichen. Nicht unangenehm aber nach der Outbackdurchquerung auch nicht gerade herausfordernd.
Bild: Nach 7 Wochen allein im Outback hat mich dann die Ankunft in der emsigen Grossstadt Adelaide (rund 1 Mio. Einwohner) komplett verwirrt. Die Menschen hier sind vierundzwanzig Stunden pro Tag und sieben Tage die Woche unterwegs und jagen ihren Geschäften und ihrem Vergnügen nach.
Ich habe hier die Weiterreise organisiert und fliege Ende Mai von Melbourne nach Anchorage in Alaska.
Bild: Skyline von Adelaide. Ich habe mich bald wieder auf das Velo geschwungen und bin im Regenwetter über die Bergkette "Mount Lofty Ranges" weiter gegen Südosten gefahren. Mit dem einsetzenden Regenwetter machte sich auch der Herbst bemerkbar. Die Tageshöchsttemperaturen erreichten kaum noch 15 Grad C.
Bild: Reben im Spätherbst. In der Umgebung Adelaides liegt das Barossa Valley, das bekanntste Weinbaugebiet Australiens. Hier habe ich mir zum Nachtessen auch ab und zu "ein Glas Roten" gegönnt.
Bild: In den nächsten Tagen ist es regnerisch und kalt geblieben. Und in den News habe ich vernommen, dass in Tasmanien die Schneefallgrenze bereits auf unter 800 m gefallen ist - wobei mir jetzt schon kalt ist. Die Thermounterwäsche ist sicherheitshalber schon jetzt ganz oben im Gepäck ...
Bild: Intensiv duftener Eukalyptuswald im Bundesstaat Victoria. Seit ein paar Tagen hat sich auf der Tour einiges grundlegend verändert. Es ist hügelig geworden, zudem ist das Wetter nass und kalt.
Great Ocean Road
Die Great Ocean Road, eine ca. 250 km lange Strasse entlang der australischen Südküste zwischen Geelong und Waenambool im Bundesstaat Victoria, ist mit ihren Landschaften ein touristischer Leckerbissen. Die Strasse bietet grossartige Ausblicke auf den Südlichen Ozean und führt durch eine der beeindruckensten Küstenlandschaften der Welt, die durch die Erosion von Wind und Wasser entstanden ist. Bekanntste Felsformationen sind "the Twelfe Apostles", "Loch Ard Gorge", "the Razorback" und "London Arch"
Bild: Zerklüftete Bucht mit Sandstrand in der Nähe vom "Razorback".
Bild: The Twelfe Apostles in grauem und kaltem Regenwetter. In den Buchten tummeln sich kleine Pinguine, die sich in diesem Klima hier pudelwohl fühlen.
Bild: Ein "Highlight" auf der Great Ocean Road sind die Otway Berge mit ihren märchenhaften Regenwäldern. Farne wachsen hier zu über 5 Meter hohen Bäumen heran. Dazwischen hoppeln Kängurus und flattern bunte Papageien umher, und in den Höhen der Eukalyptusbäume dösen Koalas.
Bild: Geladene Regenwolken über dem Südlichen Ozean und der Great Ocean Road. In den südlichen Wintermonten ist das Klima hier oft von der Antarktis beeinflusst. Heute hatte es zum ersten Mal kurz geschneit. Die Schneefallgrenze ist unter 800 m Höhe gefallen ...
Bild: Nachts an der Port Phillip Bucht in Sorrento.
Bei Geelong ereichte ich das Ende der "Great Ocean Road" und setzte mit eine Fähre nach Sorrento an der Port Phillip Bucht vor Melbourne über.
Bild: An einem stürmischen Tag ereichte ich Melbourne bei strömendem Regen. Noch in der gleichen Stunde buchte ich die Überfahrt auf der Fähre "Spirit of Tasmania" nach Devenport, Tasmanien.
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